Mittelstandsnachrichten

KFM-Unternehmens-Barometer - Das Unternehmen Neue ZWL Zahnradwerk Leipzig GmbH wird als „attraktiv“ (4 von 5 möglichen Sternen) eingeschätzt.

Darstellung des Unternehmens anhand veröffentlichter, kostenlos und frei zugänglicher Informationen[1]

Branche: Automobilzulieferer für Motor- und Getriebeteile

Kerngeschäft: Zahnräder, Synchronisierungen, Wellen, Getriebebaugruppen, komplett montierte Getriebe in Klein- und Großserien.

Marktgebiet: Weltweit

Tochter-Gesellschaften und deren Geschäftsmodelle:

  • Neue ZWL Zahnradwerk Leipzig GmbH (Muttergesellschaft; Gründung 1999)
  • Rosa Beteiligungsgesellschaft mbH (keine Geschäftstätigkeit/Mitarbeiter)
  • Neue ZWL Zahnradwerke Leipzig International GmbH
  • Neue ZWL Transmission Technology and Production (Tianjin) Co. Ltd
  • Neue ZWL Transmission Technology (Tianjin) Co., Ltd.
  • ZWL Slovakia s.r.o.

Aufgrund der Erweiterung des Konsolidierungskreises zum Stichtag 31.12.2020 ist die Vergleichbarkeit der Konzernabschlüsse ggf. eingeschränkt.

 

Mitarbeiter (Gruppe): 1.078 per 30.06.2021

                                          806 per 31.12.2020

                                          699 per 30.06.2020

Unternehmenssitz: Leipzig

Gründung/Historie: 1904 Gründung der Mechanische Werkstatt G. Köllmann GmbH, Leipzig

                                    1993 Reprivatisierung als Zahnradwerk Leipzig GmbH

                                    1999 Gründung der Neue ZWL Zahnradwerk Leipzig GmbH

 

Geschäftsmodell/Produkte/Dienstleistungen:

 

Die international ausgerichtete NZWL-Gruppe produziert und vertreibt Motor- und Getriebeteile, Getriebebaugruppen sowie komplett montierte Getriebe in Klein- und Großserien (Stückzahl ab 100.000) für die Automobilindustrie.

 

Das Mutterunternehmen Neue ZWL Zahnradwerk Leipzig GmbH (NZWL) blickt auf mehr als 110 Jahre Erfahrung im Getriebebau zurück und gilt als ein führender Produzent von Synchronisierungen für Direktschaltgetriebe (Doppelkupplungsgetriebe) in Großserie.

 

Das operative Geschäft der NZWL-Gruppe gliedert sich in drei Produktbereiche:

 

  • Getriebe (Komplett-, Spezial- und -teilaggregate)
  • Einzelteile und Baugruppen (Zahnräder, Wellen, Baugruppen)
  • Synchronisierungen in Großserien (Synchronkörper Kupplungskörper, Schiebemuffen, Baugruppen)

 

Die Produkte der NZWL Gruppe werden in PKWs und Nutzfahrzeugen mit Verbrennungsmotor, Hybrid- und Elektroantrieb verbaut. Das Zukunftsgeschäft wurde zusätzlich zum PKW-Bereich durch Neuaufträge im Nutzfahrzeug-Bereich gesichert.

 

Die Produktion der NZWL-Gruppe ist in Leipzig (ca. 17.000 qm), in Sucany, Slowakei (ca. 6.000 qm) und in Tianjin, China (ca. 8.500 qm) angesiedelt. Die wesentlichen Produktionsschritte beinhalten die mechanische Bearbeitung (Drehen, Fräsen und Räumen), das Härten, die mechanische Endbearbeitung (Hartdrehen und Schleifen) sowie die Montage der Baugruppen. An allen Standorten sind komplette Wertschöpfungsketten für die jeweiligen Hauptprodukte und besonders in Großserien verfügbar. In China für Synchronisierungsteile und Baugruppen, in der Slowakei für Synchronisierungsteile und Bauteile für Motorsteuerungen und zukünftig auch Wellen, insbesondere für E-Antriebe, sowie für Zulieferungen von Synchronisierungen an NZWL zur Endbearbeitung in Leipzig.

 

Externe Einflussfaktoren: Die konjunkturelle Entwicklung der Automobilindustrie stellt für das Geschäft der NZWL-Gruppe einen der wesentlichen externen Einflussfaktoren dar. Daraus könnten sich -ebenso wie durch technische (Weiter-)Entwicklungen (Elektroantriebe) - bedeutsame Veränderungen der Marktstruktur ergeben. Bei Getrieben und Motoren ist das Geschäft der NZWL-Gruppe insbesondere zyklischen Entwicklungsschüben und bestimmten Produktlebenszyklen ausgesetzt. Weitere externe Einflussfaktoren stellen die Preisentwicklung in den Beschaffungsmärkten für Kaufteile (z.B. Stahl, Blechumformteile, Stanzteile und Federn) sowie für Werkzeuge und Maschinensonderbetriebsmittel (z.B. Zerspanung, Verzahnung) dar.

Mitbewerber/Alleinstellungsmerkmal/Besonderheit: Die NZWL-Gruppe ist einer der führenden Produzenten von Synchronisierungen für Direktschaltgetriebe (Doppelkupplungsgetriebe) in Großserien.

 

Strategie/Ziele: Die NZWL-Gruppe hat sich zum global agierenden Zulieferer entwickelt. Zur Stärkung dieser Position in den kommenden fünf Jahren dienen folgende strategische Maßnahmen:

 

  • Ausbau des Kerngeschäfts Synchronisierungen in Europa und China
  • Vertiefung bestehender Kundenbeziehungen durch Wachstum mit den wesentlichen Kunden in globalen Märkten und im Transformationsprozess zu alternativen Antriebssystemen
  • Strategische Produktentwicklung vom einzelnen Teil zur Baugruppe
  • Ausbau der Großserienfertigung

Kunden: Weltweite Automobilindustrie und -hersteller, insbesondere der Volkswagen-Konzern

Lieferanten: Metallproduzenten und -handlungen

Markt und Branche

Auf den internationalen Automobilmärkten werden die Entwicklungen aktuell vom Verlauf der Corona-Pandemie, dem Engpass bei der Produktion von Computerchips/Halbleitern und der Lieferkettenproblematik bestimmt.

Aufgrund der Lockdowns im Frühjahr 2020 und den damit verbundenen Absatzeinbußen konnten im ersten Halbjahr 2021 zwar alle großen Märkte im Vorjahresvergleich ein zweistelliges Wachstum verzeichnen im Vergleich zum Vorkrisenniveau haben sie jedoch noch teils erheblichen Nachholbedarf (in Europa, USA, China, Japan, Indien, Brasilien und Russland fehlen insgesamt 8% bzw. 2,7 Mio. Einheiten, im Vergleich zum Jahr 2019). In den USA stieg das Volumen der Pkw und Light Truck-Verkäufe um 29% auf rund 8,3 Mio. Einheiten (Pkw-Segment + 21%, Light-Truck-Segment +32%), in China stiegen die Pkw-Verkäufe im ersten Halbjahr 2021 mit 9,8 Mio. um 27%.

Der europäische Pkw-Markt konnte sich im ersten Halbjahr 2021 gegenüber dem historisch niedrigen Vorjahreswert verbessern. Die Neuzulassungen stiegen um 27% auf 6,5 Mio. Einheiten. Trotz der augenscheinlich starken Wachstumsrate bewegt sich der europäische Markt rund ein Viertel unterhalb des Vergleichszeitraums aus 2019. Anhaltende Lockdowns, geschlossene Autohäuser und zum Jahreswechsel ausgelaufene Anreizprogramme sorgten zu Jahresbeginn für Gegenwind. Aktuell verhindert der Engpass bei Halbleitern eine raschere Markterholung. Die Nutzfahrzeugzulassungen stiegen im ersten Halbjahr 2021 um 36,9 % auf 1 Mio. Einheiten, was den Beitrag der zwischen März und Mai verzeichneten großen Zuwächse widerspiegelt. Die meisten Märkte der Region verzeichneten zweistellige prozentuale Zuwächse, darunter die vier größten: Italien (+53,7%), Spanien (+38,4%), Frankreich (+36,4%) und Deutschland (+21,7 %).

Laut BMWI ist in Deutschland die Automobilindustrie gemessen am Umsatz der mit Abstand bedeutendste Industriezweig. Die Unternehmen der Branche erwirtschafteten in 2020 mit 808.935 (2019: 832.841) Beschäftigten einen Umsatz von 378.173 Mio. Euro (2019:436.156 Mio. Euro). Damit bleibt Deutschland nach China, den USA und Japan die viertgrößte automobilproduzierende Nation. Gemäß der FAZ vom 05.10.2021 ist die Autoproduktion in 2020 coronabedingt um 24,6% auf 3,5 Mio. gesunken. Laut VDA wird die Autoproduktion in 2021 um 18% auf 2,9 Mio. Fahrzeuge sinken (im Rekordjahr 2016 wurden 5,75 Mio. Fahrzeuge hergestellt).

Betriebswirtschaftliche Entwicklung

Die betriebswirtschaftliche Entwicklung des Konzerns stellt sich anhand der veröffentlichten Daten[2] wie folgt dar:

Entwicklung 2020

Zum 31.12.2020 wurde der Konsolidierungskreis um den Teilkonzern NZWL International erweitert. Daher sind die Werte der aktuellen Konzern-GuV nur bedingt mit dem Vorjahreszeitraum vergleichbar.

Von den Umsatzerlösen wurden 33,3 Mio. Euro (Vj: 37,8 Mio. Euro) im Ausland erzielt, davon ca. 92,9% in der europäischen Union und ca. 7,1% im übrigen Ausland. Der Gesamtumsatz entfällt mit 69,6% (64,9 Mio. Euro) auf Synchronisierungen, 25,2% (23,5 Mio. Euro) auf Einzelteile und Baugruppen und zu 5,2% (4,8 Mio. Euro) auf Getriebe. Für Forschung & Entwicklung hat die Gruppe im Berichtsjahr in Europa ca. 2,2 Mio. Euro (Vj 2,4 Mio. Euro) aufgewendet. In Relation zum Umsatz entspricht das 2,3% (Vj 2,7%). Der geplante Jahresfehlbetrag der Gruppe (in Europa) von 2,1 Mio. Euro konnte auf einen Fehlbetrag von 0,9 Mio. Euro reduziert werden.

Aktuell verändert die Elektromobilität den Mobilitätsmarkt maßgeblich. Die NZWL-Gruppe liefert seit vielen Jahren Elektroantriebsmodule. In 2019 und 2020 konnte die Marktposition im Bereich E-Mobilität durch Neuaufträge im Pkw-Segment gestärkt und in allen Produktbereichen weitere Neuaufträge gewonnen werden. Der Umsatzanteil bei Elektro- und Hybridantrieben erreichte erstmals einen relevanten Anteil von 9%.

Die Verbindlichkeiten erhöhten sich ggü. dem Vorjahr auf 119,4 Mio. Euro (davon 27,9 Mio. Euro aus Einbringung des Teilkonzerns). Die Verbindlichkeiten aus Anleihen stiegen um 8,5 Mio. Euro auf 63,5 Mio. Euro, die Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten erhöhten sich aufgrund der neuen Unternehmensstruktur (Finanzierungen chinesischer Banken für Investitionen und Working Capital für das chinesische Tochterunternehmen) um 23,0 Mio. Euro auf 29,4 Mio. Euro. Ohne Konsolidierung reduzierten sich die Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten (trotz des KfW-Kredites „Corona-Hilfe für Unternehmen“) von 12,4 Mio. Euro in 2019 auf 6,4 Mio.Euro im Berichtsjahr.

Die Corona-Pandemie hat sich lt. Verband der Automobilindustrie (VDA) auf den internationalen Automobilmärkten massiv ausgewirkt. In nahezu allen Ländern der Welt gingen die Verkäufe teils drastisch zurück.

Bei der NZWL-Gruppe war das Jahr 2020 wesentlich von den Auswirkungen der Corona-Pandemie und einem schwierigen Marktumfeld in der Automobilbranche, als Folge der beschleunigten Transformation zu alternativen Antriebssystemen geprägt. Durch die zeitweisen Werksschließungen bei nahezu allen Kunden infolge der Corona-Pandemie kam es ab Ende Januar in China und ab Mitte März in Europa zu Umsatzausfällen. Nach Wiederaufnahme der Produktion Ende März in China bzw. Ende Mai in Europa und dem schnellen Anlaufen der Märkte im 2. bzw. 3.Quartal, konnte die NZWL-Gruppe in Europa den Umsatz gegenüber dem 1. Halbjahr um ca. 40% steigern und dabei im 2. Halbjahr bereits wieder das Niveau des Vorjahreszeitraumes erreichen. In China konnte gegenüber 2019 ein weiteres Wachstum im Umsatz und Ergebnis erreicht werden.

Entwicklung 2021 und Ausblick

Die Umsätze im ersten Halbjahr in Höhe von 76,7 Mio. Euro (Vj-Zeitraum: 39,2 Mio. Euro), wurden zu 99% im Bereich Automobilbau (72,9% mit Synchronisierungen, 23,85% mit Einzelteilen/Baugruppen, 3,3% mit Getrieben) und regional zu 75% in Europa sowie zu 25% in China erwirtschaftet. Der Umsatzanteil von Hybrid-/Elektroantrieben erreichte mit 12% erstmals einen zweistelligen Anteil, der in 2022 nochmals deutlich ausgebaut werden soll. Der Auftragsbestand lag zum 30.06.2021 bei 145,7 Mio. Euro (Vj-Stichtag: 83,3 Mio. Euro). Die Ergebnisse (EBITDA, EBIT und Konzernüberschuss) lagen alle, teils sogar deutlich, positiv über den Vergleichswerten des Vorjahres.

Die Bilanzsumme reduzierte sich ggü. dem Bilanzstichtag um 4,2 Mio. Euro. Das Eigenkapital erhöhte sich um 4,0 Mio. Euro (davon 3,0 Mio. aus dem Konzernergebnis) und die Verbindlichkeiten verringerten sich um 10,4 Mio. Euro (8,0 Mio. Euro aus der Verminderung der Verbindlichkeiten aus Anleihen, 1,9 Mio. Euro aus den Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten).  Die liquiden Mittel lagen zum Stichtag bei 15,6 Mio. Euro, ohne den freien Factoringrahmen von 3,8 Mio. Euro.

Wie im Geschäftsjahr 2020 werden für Porsche Räder und Wellen für den Elektroantrieb im Sportwagen-Premiumsegment geliefert. Die Aufträge von Volkswagen für die Hybridantriebssysteme sind gewachsen. Diese Projekte entwickelten sich trotz der Corona-Pandemie ebenso im geplanten Zeitrahmen wie die erteilten Aufträge für die von Audi und Porsche entwickelte Plattform „Premium Plattform Electric“ (PPE). Im Nutzfahrzeugbereich konnte weiteres Neugeschäft und Wachstum realisiert werden. Für Scania wurden u. a. Wellen und Räder sowie Nebenantriebe für neue Motoren- und Getriebegenerationen hergestellt, die beim Verbrennungsmotor als auch beim Hybridantrieb zum Einsatz kommen.

Corona-Pandemie: Im Juli/August 2021 führten kundenseitige Werksferien und Produktionsschließungen zu einem Umsatzrückgang. Dieser lag in Europa bei ca. 40%, was zu einer Anpassung der Prognose für das Gesamtjahr 2021 führte. Aus den kundenseitigen Abrufen im September zeigt sich ein Wiedererstarken von ca. 70% bis 80%, der Jahresumsatz ist jedoch abhängig von dem weiteren Umsatzanstieg insbesondere in den Monaten Oktober, November und Dezember. Durch den Umsatzrückgang im Juli/August erwartet die NZWL-Gruppe für Europa ein Wachstum von 10% bis 15% (ursprünglich 22% bis 25%) ggü. dem Geschäftsjahr 2020.

In China konnte der Rückgang im Wesentlichen durch den Anlauf neuer Produkte deutlich ausgeglichen werden. Dort erwartet die Gruppe weiterhin ein Umsatzwachstum von 5% bis 10%. Aufgrund der guten Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr und der über Plan liegenden Ergebnisse in den Monaten Juli/August kann die Prognose auf Gesamtjahressicht auf 2,5 Mio. Euro bis 3,5 Mio. Euro (ursprünglich 2,0 Mio. Euro bis
3,0 Mio. Euro) angepasst werden.

Die Geschäftsführung sieht weitere Chancen für die Gruppe aus der positiven Entwicklung der Neubeauftragung im Bereich E-Antriebstechnik und Nutzfahrzeuge. Die Risikosituation hat sich nicht wesentlich verändert, die beschriebenen Geschäftsmöglichkeiten haben angabegemäß weiterhin Bestand. 

Neben aktuell laufenden Aktivitäten zur Reduzierung der Verschwendung natürlicher Ressourcen in den Fertigungs- und Geschäftsprozessen, verfolgt die NZWL-Gruppe im Sinne der Nachhaltigkeit das Ziel, bis zum Jahr 2039 eine CO2-neutrale Produktion verwirklichen zu können. Für die Realisierung werden Pläne für kurz- und langfristige Aktivitäten erstellt. Die Umsetzung wird durch das Management unterstützt und überwacht. Die NZWL-Gruppe hat sich zum Ziel gesetzt, negative Umwelteinwirkungen von Produkten, Prozessen und Geschäftstätigkeiten so gering wie möglich zu halten und sie kontinuierlich zu reduzieren.

Quick-Check Nachhaltigkeit durch imug | rating[3]

Der Nachhaltigkeitsbeitrag der Neue Zahnradwerke Leipzig GmbH wird als positiv eingeschätzt. Das Unternehmen verstößt nicht gegen die von der KFM Deutsche Mittelstand AG definierten Ausschlusskriterien. Neue Zahnradwerke Leipzig GmbH erzielt keine Umsätze mit Produkten/Dienstleistungen mit einer positiven Nachhaltigkeitswirkung[4]. Darüber hinaus setzt das Unternehmen systematisch ESG-Aspekte um und belegt damit, dass die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten einen hohen Stellenwert einnimmt.

Fazit und persönliche Meinung des Analysten: „attraktive“ Bewertung

Die Unternehmensgruppe überzeugt durch ein klar fokussiertes und zukunftssicheres Geschäftsmodell, solides Wirtschaften und sehr gute Transparenz. Mit dieser Ausrichtung betreibt die Gruppe ein rentables Geschäftsmodell mit einer stabilen Bilanz-/Ertrags- und Liquiditätsstruktur. Die Corona-Krise war für das Unternehmen branchenbedingt deutlich zu spüren, konnte jedoch offensichtlich wirtschaftlich gut bewältigt werden. Das Unternehmen ist gut auf technologische Zukunftstrends ausgerichtet und berücksichtigt dabei ESG-Kriterien.

Zusammenfassend bewerten wir die Unternehmensgruppe mit „attraktiv“ (4 von 5 Sternen).

Über dieses KFM-Barometer

Analysten: Andreas Münster, Unternehmensanalyst im Auftrag der KFM Deutsche Mittelstand AG. Erstellt am 21.12.2021, 13:45 Uhr auf Basis einer Analyse der Fundamentaldaten auf Grundlage des Geschäftsberichtes 2020 und des Halbjahresberichts per 30.06.2021 der NZWL-Gruppe. Die Bewertung des KFM-Barometers beruht auf dem von der KFM Deutsche Mittelstand AG entwickelten Analyseverfahren KFM-Scoring, das neben den unternehmensspezifischen Bilanz-Kennzahlen auch die Eigenarten der Anleihebedingungen für verzinsliche Wertpapiere mittelständischer Unternehmen berücksichtigt.

Alle in diesem KFM-Barometer getroffenen Aussagen beziehen sich auf den Zeitpunkt der Erstellung. Obwohl eine Aktualisierung des KFM-Barometers bezüglich der hier analysierten Anleihe grundsätzlich in den kommenden zwölf Monaten geplant ist, steht zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch nicht fest, ob eine Aktualisierung im angegebenen Zeitraum oder überhaupt stattfindet.

KFM-Unternehmens-Barometer als PDF-Datei zum Download

 

 

Über die KFM Deutsche Mittelstand AG

Die KFM Deutsche Mittelstand AG mit Sitz in Düsseldorf ist Experte für Mittelstandsanleihen und Initiator des Deutschen Mittelstandanleihen FONDS (WKN A1W5T2) sowie des europäischen Mittelstandsanleihen FONDS (WKN A2PF0P). Die KFM Deutsche Mittelstand AG wurde beim Großen Preis des Mittelstandes 2016 als Preisträger für das Analyseverfahren KFM-Scoring ausgezeichnet. Für ihre anlegergerechte Transparenz- und Informationspolitik wurde die KFM Deutsche Mittelstand AG von Rödl & Partner und dem Finanzen Verlag mit dem Transparenten Bullen 2020 ausgezeichnet.

Über die berechneten Kennzahlen zur betriebswirtschaftlichen Entwicklung (Bilanz,
GuV-Rechnung)

Umsatzrendite =

Ergebnis nach Steuern

Die Kennzahl gibt Auskunft darüber, wie rentabel das Unternehmen in der Periode gearbeitet hat.

Hinweis: sie ist branchenabhängig und kann nicht verallgemeinert werden.

Umsatzerlöse

Eigenkapitalquote =

Eigenkapital

Die Kennzahl gibt Auskunft darüber, wie gut ein Unternehmen Verluste absorbieren kann. Hinweis: sie ist branchenabhängig, in der Praxis hat sich jedoch eine Mindestgröße von 20% als gute Richtgröße etabliert. 

Bilanzsumme

Anlagendeckung/

Goldene Bilanzregel =

Eigenkapital

Die Kennzahl gibt an, wieviel des Anlagevermögens durch Eigenkapital gedeckt ist. Ein hoher Wert spricht für ein solide finanziertes Unternehmen.

Anlagevermögen

Rechtliche Hinweise und Offenlegung

Bei dieser Kundeninformation handelt es sich um eine Werbung/Marketing-Mitteilung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes. Es handelt sich nicht um eine unabhängige und objektive Finanzanalyse bzw. um eine Anlagestrategieempfehlung oder Anlageempfehlung i.S.d. § 85 WpHG. Diese Kundeninformation wurde nicht im Einklang mit den Rechtsvorschriften zur Unabhängigkeit und Objektivität von Finanzanalysen erstellt und unterliegt keinem Handelsverbot vor Verbreitung von Finanzanalysen (sog. „Frontrunning“).

Diese Veröffentlichung der KFM Deutsche Mittelstand AG stellt weder ein Angebot oder eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots noch einen Rat oder eine persönliche Empfehlung bezüglich des Haltens, des Erwerbs oder der Veräußerung eines Finanzinstruments dar. Vielmehr dient die Veröffentlichung allein der Orientierung und Darstellung von möglichen geschäftlichen Aktivitäten. Die in dieser Ausarbeitung enthaltenen Informationen sind unverbindlich und erheben nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Soweit in dieser Ausarbeitung Aussagen über Preise, Zinssätze oder sonstige Indikationen getroffen werden, beziehen sich diese ausschließlich auf den Zeitpunkt der Erstellung der Ausarbeitung und enthalten keine Aussage über die zukünftige Entwicklung, insbesondere nicht hinsichtlich zukünftiger Gewinne oder Verluste. Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen stellen keinen verlässlichen Indikator für die künftige Performance dar. Die künftige Wertentwicklung hängt von vielen Faktoren wie der Entwicklung der Kapitalmärkte, den Zinssätzen und der Inflationsrate ab und kann daher nicht vorhergesagt werden.

Die KFM Deutsche Mittelstand AG empfiehlt, sich vor Abschluss eines in dieser Ausarbeitung dargestellten Geschäfts kunden- und produktgerecht beraten zu lassen. Wichtiger Hinweis: Wertpapiergeschäfte sind mit Risiken, insbesondere dem Risiko eines Totalverlusts des eingesetzten Kapitals, verbunden. Sie sollten sich deshalb vor jeder Anlageentscheidung eingehend persönlich unter Berücksichtigung Ihrer persönlichen Vermögens- und Anlagesituation beraten lassen und Ihre Anlageentscheidung nicht allein auf diese Veröffentlichung stützen. Der Deutsche Mittelstandsanleihen FONDS, den die KFM Deutsche Mittelstand AG berät, hält Wertpapiere des in dem im Artikel genannten Emittenten zum Zeitpunkt des Publikmachens des Artikels in seinem Portfolio. Der Europäische Mittelstandsanleihen FONDS, den die KFM Deutsche Mittelstand AG berät, hält Wertpapiere des in dem im Artikel genannten Emittenten zum Zeitpunkt des Publikmachens des Artikels in seinem Portfolio. Es ist Mitarbeitern der KFM Deutsche Mittelstand AG untersagt, Wertpapiere zu halten, die auch im Portfolio eines der von der KFM Deutsche Mittelstand AG initiierten Fonds enthalten sind. Die KFM Deutsche Mittelstand AG ist weder in Wertpapieren, die im Portfolio eines der von der KFM Deutsche Mittelstand AG initiierten Fonds enthalten sind, noch in den von ihr initiierten Fonds selbst investiert. Die KFM Deutsche Mittelstand AG und der Deutsche Mittelstandsanleihen FONDS profitieren von steigenden Anleihekursen. Aufgrund der Bekanntheit und Verbreitung des KFM-Barometers hat die darin zum Ausdruck gebrachte Bewertung möglicherweise einen Einfluss auf den Kurs der analysierten Anleihe. Mit dem KFM-Scoring wird analysiert, ob die Qualität des Finanzinstruments und die Bonität des Emittenten ein Investment im Rahmen des Portfolio-Managements für die initiierten Fonds zulassen. Schließt diese Prüfung für die Fonds positiv ab und veröffentlicht die KFM Deutsche Mittelstand AG ein KFM-Barometer, hat der Emittent durch Abschluss eines Vertrags mit der KFM Deutsche Mittelstand AG die Möglichkeit, ein KFM-Barometer-Siegel entgeltlich zu erwerben und werblich zu nutzen. Ausführliche produktspezifische Informationen zum Deutschen Mittelstandsanleihen FONDS entnehmen Sie bitte dem aktuellen vollständigen Verkaufsprospekt, den wesentlichen Anlegerinformationen sowie dem Jahres- und ggf. Halbjahresbericht. Diese Dokumente bilden die allein verbindliche Grundlage für den Kauf von Investmentanteilen. Sie sind kostenlos am Sitz der Verwaltungsgesellschaft (FINEXIS S.A., 25A, boulevard Royal L-2449 Luxemburg) sowie bei den Zahl- und Informationsstellen (DZ PRIVATBANK S.A., 4, rue Thomas Edison, L-1445 Strassen, Luxembourg oder bei der Erste Bank der österreichischen Sparkassen AG, Graben 21, A-1010 Wien) und über die Homepage des Deutschen Mittelstandsanleihen FONDS www.dma-fonds.de erhältlich. Ausführliche produktspezifische Informationen zum Europäischen Mittelstandsanleihen FONDS entnehmen Sie bitte dem aktuellen vollständigen Verkaufsprospekt, den wesentlichen Anlegerinformationen sowie dem Jahres- und ggf. Halbjahresbericht. Diese Dokumente bilden die allein verbindliche Grundlage für den Kauf von Investmentanteilen. Sie sind kostenlos am Sitz der Verwaltungsgesellschaft (Monega KAG, Stolkgasse 25-45, 50667 Köln, www.monega.de) sowie bei den Zahl- und Informationsstellen (DZ Bank AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Platz der Republik, 60325 Frankfurt am Main) und über die Homepage des Europäischen Mittelstandsanleihen FONDS www.ema-fonds.de erhältlich. Die Zuverlässigkeit der zur Analyse herangezogenen Informationsquellen wurde nicht überprüft, so dass letztlich Zweifel an der Zuverlässigkeit aller erwähnten Informationsquellen nicht ausgeräumt werden konnten. Für Schäden, die im Zusammenhang mit der Verwendung und/oder der Verbreitung dieser Ausarbeitung entstehen oder entstanden sind, übernehmen die Verwaltungsgesellschaften und die KFM Deutsche Mittelstand AG keine Haftung. Die Anlageberatung und Anlagevermittlung (§ 2 Abs. 2 Nr. 3 und 4 WpIG) bieten wir Ihnen ausschließlich als vertraglich gebundener Vermittler gemäß § 3 Abs. 2 WpIG für Rechnung und unter der Haftung der NFS Netfonds Financial Service GmbH, Heidenkampsweg 73, 20097 Hamburg (NFS) an. Die NFS ist ein Wertpapierinstitut gem. § 2 Abs. 1 WpIG und verfügt über die erforderlichen Erlaubnisse der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage im Impressum.

*Die Informationen und Meinungen durch „imug | rating“ geben nicht die Meinung der KFM Deutsche Mittelstand AG wieder, so dass diese entsprechend keine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der Informationen übernimmt.

 


[1] Quellen: veröffentlichte Abschlüsse, Website des Emittenten, Pressemitteilungen

[2] Jahresabschlüsse 2020-2018, Bericht über das erste Halbjahr 2021 von der Website des Unternehmens

[3] Die von imug | rating erstellte qualitative Nachhaltigkeitseinschätzung, ergänzt das KFM-Scoring um materielle
ESG-Aspekte (Environment, Social, Governance), die Auswirkungen auf die finanzielle Performance des Emittenten haben können*.

[4] Der Anteil von positiven Produkten und/oder Dienstleistungen wird erst ab einem Umsatzanteil von größer 10 Prozent in die Beurteilung einbezogen.

Pressekontakt

KFM Deutsche Mittelstand AG
Gabriele Grzybek
Rathausufer 10
40213 Düsseldorf

Email: info@kfmag.de

Tel.: +49 211 21073741

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