Mittelstandsnachrichten

KFM-Mittelstandsanleihen-Barometer – Die „4,25%-Karlsberg Brauerei GmbH-Anleihe“

In ihrem aktuellen KFM-Mittelstandsanleihen-Barometer zu der 4,25%-Anleihe der Karlsberg Brauerei GmbH (WKN A254UR) mit Laufzeit bis 2025 kommt die KFM Deutsche Mittelstand AG zu dem Ergebnis, die Anleihe als „durchschnittlich attraktiv (positiver Ausblick)“ (3,5 von 5 möglichen Sternen) zu bewerten.

Die Karlsberg Brauerei aus Homburg wurde im Jahr 1878 gegründet und wird derzeit von der fünften Generation des inhabergeführten Familienunternehmens geführt1. Sie konzentriert sich im klassischen Biermarkt mit ihrer strategischen Dachmarke Karlsberg auf das Distributionsgebiet Saarland und Rheinland-Pfalz2. Deutschlandweit im Vertrieb und bei Lebensmitteleinzelhändlern wie z.B. Edeka, Kaufland, Rewe im Verkaufsprogramm gelistet ist z.B. die Biermixmarke „Mixery“1. Mit einem Drittel Exportanteil werden ausgewählte Länder beliefert1. Unserer Auffassung nach lastet Karlsberg hierdurch ihre Produktionskapazitäten unabhängig von den saisonalen Schwankungen im heimischen Biermarkt aus und diversifiziert einen Teil ihres Absatzrisikos. Die Emittentin ist mit ihrem Fokus auf Bier und Biermixspezialitäten eingebunden in einen Konzernverbund mit der Karlsberg Holding als Holdinggesellschaft und der Karlsberg Brauerei KG Weber als Muttergesellschaft des gesamten Konzerns und einigen Schwestergesellschaften, die das Geschäft mit Mineralwasser, Fruchtsäften, Erfrischungsgetränken, Logistikdienstleistungen, konzernübergreifenden Servicedienstleistungen sowie das Frankreichgeschäft abbilden2.

Verbesserung der Finanzzahlen

Karlsberg konnte von 2017 bis 2019 jährlich relativ konstante Umsatzerlöse um 125 Mio. Euro erzielen3. Selbst zum Halbjahresabschluss 30.06.2020 konnte Karlsberg trotz Corona-Pandemie mit dem Shutdown und Verbot öffentlicher Großveranstaltungen im 1. Halbjahr 2020 noch 57,7 Mio. Euro Umsatz erzielen4. Diese stabile Umsatzentwicklung deutet unserer Meinung nach auf eine weiterhin erfolgreiche Umsetzung des Geschäftsmodells in einem relativ krisenrobusten Markt hin. Trotz der relativ konstanten und zum 1. Halbjahr 2020 leicht gesunkenen Umsätze konnten die wesentlichen finanziellen Ergebniskennziffern EBITDA, EBIT und Jahresüberschuss verbessert werden3. Der Jahresüberschuss (vor EAV) konnte von 0,8 Mio. Euro in 2017 auf 4,0 Mio. Euro in 2018 und 8,3 Mio. Euro in 2019 gesteigert werden3. Zum 30.06.2020 konnten 5,5 Mio. Euro vor Ergebnisabführung an die alleinige Muttergesellschaft, die Karlsberg Holding GmbH, erzielt werden4.

Als maßgeblichen Werttreiber für die Verbesserung der Finanzkennziffern benennt Karlsberg die seit dem Jahr 2017 vorgenommene Reduzierung des margenschwachen Geschäftes der Lohnproduktion und Erhöhung des Exportanteils3. Darüber hinaus konnte Karlsberg Anfang 2020 Preiserhöhungen erfolgreich durchführen4.  

Die Ergebnisabführung an die Holding führt bei seit Jahren konstantem Eigenkapital in Höhe von 42,6 Mio. Euro und einer relativ konstanten Bilanzsumme um 147 Mio. Euro zu einer relativ konstanten Eigenkapitalquote der Emittentin, der Karlsberg Brauerei GmbH, von etwa 29%.

Ausblick 2020

Ausgehend von dem zuvor erläuterten Zahlenmaterial gehen wir davon aus, dass es der Emittentin selbst bei einem zweiten coronabedingten Shutdown mit andauerndem Verbot von Großveranstaltungen erneut gelingen wird, diese verminderten Getränkeumsätze größtenteils durch Umsätze im Endkundengeschäft über Einzelhandelsketten auszugleichen. Wir schätzen das Geschäftsmodell von Karlsberg als äußerst robust ein. Ebenfalls gehen wir davon aus, dass die Maßnahmen und positiven Ergebnisbeiträge der Emittentin auf den Konzernabschluss der alleinigen Gesellschafterin, die Karlsberg Holding GmbH, positiv wirken.

4,25%-Karlsberg Brauerei GmbH-Anleihe mit Laufzeit bis 2025

Die im September 2020 emittierte nicht nachrangige und unbesicherte Mittelstandsanleihe der Karlsberg Brauerei GmbH ist mit einem Zinskupon von 4,25% p.a. (Zinstermin jährlich am 29.09.) ausgestattet und hat eine fünfjährige Laufzeit bis zum 29.09.20252. Im Rahmen der Emission wurden 50 Mio. Euro mit einer Stückelung von 1.000 Euro platziert2. In den Anleihebedingungen sind vorzeitige Kündigungsmöglichkeiten nach Wahl der Emittentin ab 29.09.2022 zu 102%, ab 29.09.2023 zu 101% und ab 29.09.2024 zu 100,50% des Nennwerts vorgesehen2. Die Emittentin verpflichtet sich in den Anleihebedingungen zu einer Ausschüttungsbeschränkung (maximal 2 Mio. Euro dürfen pro Geschäftsjahr an mittelbare oder unmittelbare Gesellschafter der Karlsberg Holding GmbH ausgeschüttet werden), zur Aufrechterhaltung einer Mindest-Eigenkapitalquote von 25% und zur Aufrechterhaltung eines Zinsdeckungsgrades von mindestens 1,75x2. Bei Nichteinhaltung der Mindesteigenkapitalquote oder des Zinsdeckungsrades erhöht sich der Kupon für die nachfolgende Zinsperiode um 0,5%-Punkte.2 Die Anleihe wird am Freiverkehr der Börse Frankfurt gehandelt2.

Fazit: durchschnittlich attraktive Bewertung mit positivem Ausblick

Zusammenfassend lautet unsere Einschätzung wie folgt: Die Emittentin ist fest im regionalen Standort Saar und Pfalz verwurzelt und betreibt ein relativ robustes und krisensicheres Geschäftsmodell. Maßnahmen zur Erhöhung der Effizienz wurden seit 2017 erfolgreich umgesetzt. Hierdurch wurden gute Voraussetzungen geschaffen, um ein profitables Wachstum über die deutsche Kernregion hinaus oder durch weitere Erhöhung zu ermöglichen. In Verbindung mit der Rendite in Höhe von 3,68% p.a. (Kurs von 102,50% am 29.10.2020 an der Börse Frankfurt bei Berechnung bis zur Endfälligkeit am 29.09.2025) wird die 4,25%-Karlsberg Brauerei GmbH-Anleihe (WKN A254UR) als „durchschnittlich attraktiv (positiver Ausblick)“ (3,5 von 5 möglichen Sternen) bewertet.

Über dieses KFM-Barometer

Analysten: Christian Wagner, Unternehmensanalyst und Sabine Knee, Wertpapieranalystin im Auftrag der KFM Deutsche Mittelstand AG. Erstellt am 30.10.2020, 08.30 Uhr auf Basis einer Analyse der Fundamentaldaten auf Grundlage des Jahresabschlusses 2019 und des Wertpapierverkaufsprospektes vom 02.09.2020 der Karlsberg Brauerei GmbH. Die Bewertung des KFM-Barometers beruht auf dem von der KFM Deutsche Mittelstand AG entwickelten Analyseverfahren KFM-Scoring, das neben den unternehmensspezifischen Bilanz-Kennzahlen auch die Eigenarten der Anleihebedingungen für verzinsliche Wertpapiere mittelständischer Unternehmen berücksichtigt.

Alle in diesem KFM-Barometer getroffenen Aussagen beziehen sich auf den Zeitpunkt der Erstellung. Obwohl eine Aktualisierung des KFM-Barometers bezüglich der hier analysierten Anleihe grundsätzlich in den kommenden zwölf Monaten geplant ist, steht zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch nicht fest, ob eine Aktualisierung im angegebenen Zeitraum oder überhaupt stattfindet.

Quellenangaben: 1karlsberg.de, 2Wertpapierprospekt vom 02.09.2020, 3Geschäftsbericht 2019, 4Halbjahresbericht 2020, 5Pressemitteilung vom 25.06.2019, 6Pressemitteilung vom 11.08.2020, 7www.comdirect.de

KFM-Barometer als PDF-Datei zum Download

 

 

Über die KFM Deutsche Mittelstand AG

Die KFM Deutsche Mittelstand AG mit Sitz in Düsseldorf ist Experte für Mittelstandsanleihen und Initiator des Deutschen Mittelstandanleihen FONDS (WKN A1W5T2) sowie des europäischen Mittelstandsanleihen FONDS (WKN A2PF0P). Die KFM Deutsche Mittelstand AG wurde beim Großen Preis des Mittelstandes 2016 als Preisträger für das Analyseverfahren KFM-Scoring ausgezeichnet. Für ihre anlegergerechte Transparenz- und Informationspolitik wurde die KFM Deutsche Mittelstand AG von Rödl & Partner und dem Finanzen Verlag mit dem Transparenten Bullen 2020 ausgezeichnet.

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