Mittelstandsnachrichten

KFM-Mittelstandsanleihen-Barometer – die „5,625%-SCHMOLZ + BICKENBACH-Anleihe“ (UPDATE)

In ihrem aktuellen KFM-Mittelstandsanleihen-Barometer zu der 5,625%-Anleihe der SCHMOLZ + BICKENBACH Luxembourg Finance S.A. (A19FW9) kommt die KFM Deutsche Mittelstand AG zu dem Ergebnis, die Anleihe auf „durchschnittlich attraktiv (positiver Ausblick)“ (3,5 von 5 möglichen Sternen) hochzustufen.

Die SCHMOLZ + BICKENBACH Luxembourg Finance S.A. ist ein Tochterunternehmen der SCHMOLZ + BICKENBACH AG, die innerhalb der Gruppe eine Finanzierungsfunktion wahrnimmt. Die SCHMOLZ + BICKENBACH Gruppe ist einer der weltweit führenden Anbieter im Bereich Speziallangstahl. In den Teilmärkten RSH-Stahl und Werkzeugstahl ist das Unternehmen zweitgrößter Anbieter weltweit. Im Teilmarkt Qualitäts- & Edelbaustahl ist die Gruppe zweitgrößter Anbieter in Europa. Die Wertschöpfungskette umfasst neben eigenen Produktionswerken insbesondere in Deutschland, der Schweiz und den USA ein weltweites Vertriebs- und Service-Netz. Mit über 10‘000 Mitarbeitern ist das Unternehmen in über 30 Ländern auf fünf Kontinenten vertreten. Zum 1. Februar 2018 hat SCHMOLZ + BICKENBACH Teile der französischen Ascometal Industries übernommen. Mit rund 1.400 Mitarbeitern erzielte Ascometal Industries 2016 einen Umsatz von 373 Mio. Euro.

Nach erfolgter Reorganisation im Jahr 2017 wird die Integration von Ascometal 2018 vorangetrieben

Das zweijährige Restrukturierungsprogramm wurde Ende des Jahres 2017 mit Kostensenkungen von über 70 Mio. Euro erfolgreich abgeschlossen. Die Ziele für das Geschäftsjahr 2017 wurden erreicht oder übertroffen. Der Umsatz konnte in den ersten drei Quartalen 2018 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 24,7% auf 2,52 Mrd. Euro gesteigert werden. Das Ergebnis vor Abschreibung, Zinsen und Steuern (EBITDA) erreichte zum 30.09.2018 223,4 Mio. Euro (Vj.: 171,1 Mio. Euro). Auf bereinigter Basis wurde ein EBITDA von 197,0 Mio. Euro (Vj. 174,2 Mio. Euro) bzw. eine EBITDA-Marge von 8,9% (Vj.: 8,5%) erzielt. Damit bestätigt sich unsere Einschätzung aus dem Vorjahr mit einem positiven Ausblick auf das Geschäftsjahr 2018. Die Absatzmengen konnten um 16% ausgeweitet werden. Der Auftragsbestand ist gegenüber der Vorperiode um 34,2% auf 734 Kilotonnen angestiegen. Seit Anfang des Jahres 2018 steht die Integration von Ascometal an mittels einer Neuaufteilung der Rohstahlproduktion und Weiterverarbeitung zwischen den Ländern Frankreich, Deutschland und der Schweiz unter Nutzung der F&E Expertise von Ascometal. Um im Rahmen der Neuordnung die Belieferung des Walzwerks in Les Dunes (Dünkirchen,Ascometal) zunächst sicherzustellen, hat man mit der nicht übernommenen Stahlmühle Ascoval einen befristeten Liefervertrag zu höheren Preisen zugestimmt -auch mit Blick auf die Unterstützung von Ascoval bei der Käufersuche. Später soll das Walzwerk in Les Dunes aus Witten (EU-Lieferung) beliefert werden.

Das Nachsteuer-Ergebnis (EAT) zum 30.09.2018 wurde im Vergleich zum Vorjahrzeitraum nochmals deutlich gesteigert und schloss mit 92,4 Mio. Euro nach einem Ergebnis der Vorperiode von 19,5 Mio. Euro (2016: -80,0 Mio. Euro und 2015: -166,8 Mio. Euro) zum zweiten Mal in Folge positiv ab. Zu berücksichtigen ist, dass in den drei Vorjahren erhebliche Sondereffekte enthalten sind.

Mittel- und langfristig positive Free Cashflows - Anstieg Eigenkapital

Trotz der herausfordernden Branchenbedingungen wurden durch SCHMOLZ + BICKENBACH in den letzten Jahren positive Free Cashflows erwirtschaftet, mit Ausnahme des Free Cash Flow zum 30.09.2018, der mit -173,4 Mio. Euro deutlich negativ ausfällt. Dies ist begründet in der Integration von Ascometal sowie mit der Schweizer Tochtergesellschaft Swiss Steel, wo man wegen der provisorischen Schutzzölle in Europa (bis Ende 2018) im dritten Quartal gezielt hohe Lagervorräte aufgebaut hat. Diese Vorräte sollen mit Blick auf die „genehmigten Kontingente der EU (durchschnittliche letzten 3 Jahre)“ im 4. Quartal 2018 ohne Zollaufschläge deutlich abgebaut werden. Somit werden mittelfristig wieder höhere Free Cashflows erwartet. Zum 30.09.2018 liegt die Nettoverschuldung bei 651 Mio. Euro (Vj. 442 Mio. Euro). Das Eigenkapital ist zum 30.09.2018 im Vergleich zur Vorperiode um 14% auf 818,6 Mio. Euro (Vj: 717,5 6 Mio. Euro) angestiegen. Gleichwohl sinkt die Eigenkapitalquote geringfügig auf 31,3% (Vj. 34,0%) wegen eines starken Anstiegs der Bilanzsumme. In Verbindung mit einem im abgelaufenen Geschäftsjahr verschlechterten Verhältnis der Nettoverschuldung zum bereinigten EBITDA von 2,7 (Vj. 2,0) ergibt sich eine insgesamt noch moderate Verschuldung.

Mit der vorzeitigen Refinanzierung der 9,875%-Anleihe durch die neu emittierte 5,625%-Anleihe mit Laufzeit bis 2022 im April 2017 konnten die Finanzierungskosten des Unternehmens deutlich gesenkt werden. Zudem wurden der Konsortialkredit mit 375 Mio. Euro zu verbesserten Konditionen und das ABS-Finanzierungsprogramm mit 230 Mio. Euro und 75 Mio. USD bis jeweils 2022 verlängert.

SCHMOLZ + BICKENBACH-Anleihe mit Laufzeit bis 2022

Die im April 2017 begebene Anleihe mit Laufzeit bis 15.07.2022 verfügt über einen Zinskupon von 5,625% p.a. Die Zinszahlung erfolgt halbjährlich am 15.01. und 15.07. Im Rahmen der Emission wurden 200 Mio. Euro platziert. Die Anleihe wurde am 19. Juni 2018 um weitere 150 Mio. Euro erhöht. Der Handel der Anleihe ist in Stückelungen ab 100.000 Euro möglich. In den Anleihebedingungen sind vorzeitige Kündigungsmöglichkeiten der Emittentin ab 15.07.2019 zu 102,813%, ab 15.07.2020 zu 101,406% und ab 15.07.2021 zu 100% des Nennwerts vorgesehen. Die Anleihe ist im gleichen Rang (pari passu) zum Konsortialkredit und entsprechend über Garantien und weitere dingliche Sicherheiten besichert.

Fazit: Durchschnittlich attraktive Bewertung mit positivem Ausblick

In den vergangenen beiden Jahren hat die SCHMOLZ + BICKENBACH Gruppe durch ein Restrukturierungsprogramm sowie deutlich verbesserte Kennzahlen überzeugt. Für das Geschäftsjahr 2018 erwartet das Management des Unternehmens weiteres Wachstum. Ein hoher Auftragsbestand und robuste Fundamentaldaten in den meisten Abnehmerindustrien lassen das Management ein bereinigtes EBITDA zwischen 230 Mio. Euro und 250 Mio. Euro erwarten. Aufgrund des weiterhin positiven Ausblicks des Unternehmens in Verbindung mit der Rendite von 5,66% p.a. (Kurs 100,12% am 19.11.2018) bewerten wir die 5,625%-Anleihe der SCHMOLZ + BICKENBACH Luxembourg Finance S.A. nun als „durchschnittlich attraktiv (positiver Ausblick)“ (3,5 von 5 möglichen Sternen).

KFM-Barometer als pdf zum Download
 

Über die KFM Deutsche Mittelstand AG

Die KFM Deutsche Mittelstand AG ist Experte für Mittelstandsanleihen und Initiator des Deutschen Mittelstandanleihen FONDS (WKN A1W5T2). Verwaltungsgesellschaft des Fonds ist die FINEXIS S.A. und Verwahrstelle die Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG, Niederlassung Luxemburg. Der Fonds bietet für private und institutionelle Investoren eine attraktive Rendite in Verbindung mit einer breiten Streuung der Investments. Die Investmentstrategie des Fonds basiert dabei auf den Ergebnissen des von der KFM Deutsche Mittelstand AG entwickelten Analyseverfahrens KFM-Scoring. Der Deutsche Mittelstandsanleihen FONDS schüttet seine Erträge jährlich an seine Anleger aus. Am 26.03.2018 schüttete der Fonds seinen Anlegern für das Jahr 2017 je Fondsanteil 2,25 Euro aus. Zum vierten Mal in Folge lag damit die Ausschüttungsrendite über 4% p.a. bezogen auf den jeweiligen Anteilspreis zu Jahresbeginn. Auch im laufenden Jahr profitieren die Anleger von der Wertentwicklung des Fonds und einer damit verbundenen geplanten Ausschüttung in Höhe der Vorjahre. Der Fonds wird von Morningstar und der FWW-Fundservice mit Bestnoten beurteilt. Die KFM Deutsche Mittelstand AG wurde beim Großen Preis des Mittelstandes 2016 als Preisträger für das Analyseverfahren KFM-Scoring und die überdurchschnittliche Entwicklung des Deutschen Mittelstandsanleihen FONDS ausgezeichnet.

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