Mittelstandsnachrichten

KFM-Mittelstandsanleihen-Barometer – Die „6,75%-PORR-Hybrid-Anleihe“ (UPDATE)

In ihrem aktuellen Mittelstandsanleihen-Barometer zur PORR-Hybrid-Anleihe 2014 (A1ZQ01) kommt die KFM Deutsche Mittelstand AG zu dem Ergebnis, die Anleihe als weiterhin „durchschnittlich attraktiv“ (3 von 5 möglichen Sternen) einzuschätzen.

Die PORR-Gruppe ist eines der führenden Bauunternehmen in Europa mit Sitz in Wien. Die Gruppe beschäftigt circa 15.000 Mitarbeiter (31.03.2017) und erbringt eine Produktionsleistung von rund 3,9 Mrd. Euro (Geschäftsjahr 2016). Das Leistungsspektrum der PORR-Gruppe umfasst vom Wohnbau bis hin zu komplexen Infrastrukturprojekten alle Bereiche der Bauwirtschaft. Der Fokus der Gruppe liegt auf den Heimmärkten: Österreich, Deutschland, Schweiz, Polen und Tschechien, in denen über 60% der Produktionsleistung erbracht werden. Zudem expandiert die PORR-Gruppe in internationale Märkte sowohl in Europa als auch im Nahen Osten, insbesondere im Rahmen von Infrastrukturprojekten.

Erneute Steigerung des Auftragsbestandes, aber Ergebnisrückgang im ersten Halbjahr 2017

Die PORR-Gruppe weist im vierten Quartal 2016 einen Auftragsbestand von 4,8 Mrd. Euro aus. Dies entspricht einem Anstieg um 5,0% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (4,6 Mrd. Euro). Neben der positiven Auftragsentwicklung konnte auch die Produktionsleistung auf 3,9 Mrd. Euro gesteigert werden (Vj.: 3,5 Mrd. Euro). Auch das Ergebnis vor Steuern (EBT) wurde um 10,0 Mio. Euro auf 91,1 Mio. Euro erhöht.

Die vorläufigen Zahlen für das erste Halbjahr 2017 zeigen eine weiterhin positive Entwicklung des Auftragsbestandes. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konnte der Bestand um 0,2 Mrd. Euro auf 5,7 Mrd. Euro gesteigert werden. Die Produktionsleistung wurde um 21,1% auf 2,0 Mrd. Euro erhöht (Vj.: 1,7 Mrd. Euro). Das Ergebnis vor Steuern (EBT) konnte nicht im gleichen Maße gesteigert werden und verminderte sich um 18,9 Mio. Euro auf 2,5 Mio. Euro. Nach Unternehmensangaben ist diese gegenläufige Ergebnisentwicklung auf erhöhte Kosten für die Bauprojekte in Katar und die Expansion in Deutschland zurückzuführen.

Eigenkapitalquote über dem Zielbereich von 20% bei anhaltender Verringerung der Finanzverschuldung

Die Eigenkapitalquote konnte im Geschäftsjahr 2016 auf 18,7% gesteigert werden (Vj.: 17,9%). Die Eigenkapitalquote bewegt sich hiermit weitgehend im vom Unternehmen definierten Zielbereich von 20,0%. Im Februar 2017 konnte die PORR-Gruppe mit der Neuemission der 5,50%-Hybrid-Anleihe zusätzliches Kapital in Höhe von 125,0 Mio. Euro einwerben. Das wirtschaftliche Eigenkapital erhöhte sich dadurch auf 557,9 Mio. Euro, wodurch die Eigenkapitalquote auf 24,0 % anstieg und damit den definierten Zielbereich überschreitet.

Im Vergleich zum Vorjahresstichtag konnte die Finanzverschuldung auf 423,0 Mio. Euro reduziert werden (Vj.: 488,0 Mio. Euro). Mit der Entwicklung zum 31.12.2016 setzt sich auch die in den Vorjahren gezeigte Entschuldung fort.

Aktive Branchenkonsolidierung durch Erwerb neuer Gesellschaften in Deutschland

Mit der im Jahr 2010 begonnenen Übernahme der Mehrheit an der PORR-Gruppe durch das Strauss-Ortner-Syndikat wurde das Unternehmen reorganisiert und auf das Kerngeschäft fokussiert. Hierdurch konnten ab dem Jahr 2012 wieder steigende Umsatzerlöse und Erträge generiert werden. Der Wachstumskurs der letzten Jahre wurde durch die Übernahme kleiner bis mittelgroßer Bauunternehmen zusätzlich unterstützt. Im ersten Halbjahr 2017 wurden zum Ausbau der flächendeckenden Präsenz im Heimatmarkt Deutschland zwei weitere mittelständische Firmen aus den Fachbereichen Spezialbau und Verkehrsinfrastruktur erworben. Die Zukäufe sollen die Position der PORR-Gruppe in den absatz- und margenstabilen Heimatmärkten weiter festigen.

6,75%-PORR-Anleihe mit unbefristeter Laufzeit (ab erstem Rückzahlungstermin 28.10.2021 mit variabler Verzinsung)

Die im Oktober 2014 emittierte Hybridanleihe der PORR AG ist mit einem Zinskupon von 6,75% p.a. (Zinstermin jährlich 28.10.) ausgestattet und hat eine unbefristete Laufzeit. Erster Rückzahlungstermin ist der 28.10.2021 zu einem Rückzahlungskurs von 100,0% des Nennwertes. Ab dem 28.10.2021 ist die Anleihe variabel verzinst (3-Monats-EURIBOR zzgl. Zinsaufschlag von 8,5% p.a.) und es gibt jährlich vier Zinstermine (28.10.; 28.01.; 28.04.; 28.07.). Die Hybridanleihe ist aufgrund definierter Bedingungen für die Zinszahlungen, deren Eintritt von der PORR AG bewirkt bzw. verhindert werden können, als Eigenkapital-Instrument einzustufen.

Im Rahmen der Anleiheemission wurden insgesamt 17,05 Mio. Euro platziert. Die Anleihe wurde als Umtauschangebot für vorherige Anleihen ausgegeben, um die Kapitalmarktfinanzierung der Emittentin zu optimieren. Im Laufe des Jahres 2015 erfolgte eine Aufstockung auf ein Gesamtvolumen von 25,00 Mio. Euro. Die Anleihe ist nachrangig gegenüber allen anderen bestehenden und zukünftigen nicht nachrangigen Verbindlichkeiten der Emittentin.

Fazit: Durchschnittlich attraktive Bewertung

Aufgrund der Profitabilität der PORR-Gruppe in den vergangenen Jahren, der aktuell soliden Eigenkapitalquote von 24,0% sowie dem signifikanten Wachstum, aber der schwachen Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr 2017 und der unterdurchschnittlichen Rendite der Hybridanleihe von 3,09% p.a. (auf Kursbasis 113,50% am 25.08.2017 bei Berechnung bis zum ersten Rückzahlungstermin am 06.02.2022) bewerten wir die 6,75%-PORR-Hybridanleihe (WKN A1ZQ01) weiterhin als „durchschnittlich attraktiv“ (3 von 5 möglichen Sternen).

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Über die KFM Deutsche Mittelstand AG

Die KFM Deutsche Mittelstand AG ist Experte für Mittelstandsanleihen und Initiator des Deutschen Mittelstandanleihen FONDS (WKN A1W5T2). Manager dieses Fonds ist die Heemann Vermögensverwaltung GmbH; Verwaltungsgesellschaft ist die FINEXIS S.A. und Verwahrstelle die Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG, Niederlassung Luxemburg. Der Fonds bietet für private und institutionelle Investoren eine attraktive Rendite in Verbindung mit einer breiten Streuung im Mittelstandsanleihen-Markt. Die Investmentstrategie des Fonds basiert dabei auf den Ergebnissen des von der KFM Deutsche Mittelstand AG entwickelten Analyseverfahrens KFM-Scoring. Der Deutsche Mittelstandsanleihen FONDS schüttet seine Erträge jährlich an seine Anleger aus. Für das Jahr 2014 schüttete der Fonds seinen Anlegern 2,10 Euro je Fondsanteil aus; für das Jahr 2015 erfolgte eine Ausschüttung von 2,29 Euro und für das Jahr 2016 von 2,17 Euro je Fondsanteil. Das bedeutet eine Ausschüttungsrendite von über 4% p.a. bezogen auf den jeweiligen Anteilspreis zu Jahresbeginn. Auch im laufenden Jahr profitieren die Anleger von der Wertentwicklung des Fonds und einer damit verbundenen geplanten Ausschüttung in Höhe der Vorjahre. Die KFM Deutsche Mittelstand AG wurde beim Großen Preis des Mittelstandes 2016 als Preisträger für das Analyseverfahren KFM-Scoring und die überdurchschnittliche Entwicklung des Deutschen Mittelstandsanleihen FONDS ausgezeichnet.

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