Mittelstandsnachrichten

KFM-Mittelstandsanleihen-Barometer - Die „7,00%-COPASA-Anleihe“

In ihrem aktuellen KFM-Mittelstandsanleihen-Barometer zu der Anleihe der S.A. de Obras y Servicios, COPASA (WKN A1ZUAC) kommt die KFM Deutsche Mittelstand AG zu dem Ergebnis, die Anleihe als „attraktiv“ (4 von 5 möglichen Sternen) einzuschätzen.

S.A. de Obras y Servicios, COPASA (COPASA) mit Sitz in Madrid, Spanien ist ein 1985 gegründetes international tätiges Bau- und Dienstleistungsunternehmen3. Das Leistungsspektrum der COPASA-Gruppe umfasst vor allem die Planung, den Bau und die Instandhaltung komplexer Infrastruktur-Projekte insbesondere im Straßen- und Schienenverkehr sowie der Wasserversorgung3.

Der regionale Fokus der Gruppe liegt vor allem im Heimatmarkt Spanien, in dem 2019 rund 60% des Umsatzes generiert wurden1. Weitere Kernmärkte bilden Südamerika mit einem Umsatzanteil von 22% und der Nahe Osten mit 16%. Neben dem Bau ist das Konzessionsgeschäft eine wichtige stetige Einnahmequelle für COPASA, insbesondere im Bereich der Autobahnen, Kläranlagen, Parkplätze und zivilen Abfallentsorgung und Aufbereitung1.

Im Bereich Bau verfügt das Unternehmen über fünf spezialisierte Geschäftseinheiten - Eisenbahnstrecken, Straßen, Wasserwerke, Gebäude und Häfen. Dabei kann COPASA in seiner 35-jährigen Unternehmens-Geschichte bereits eine gebaute Strecke von mehr als 300 km Autobahn und über 1.600 km Bahngleise vorweisen3.

Bei der vorzuweisenden Bahnkompetenz kümmert sich das Unternehmen von der Infrastruktur (Plattformen) bis zur Gleisverlegung bei konventionellen sowie Hochgeschwindigkeitsstrecken3. Dabei betreut COPASA ein breites Spektrum der Wertschöpfung aus eigener Hand3. Dies reicht von der Herstellung der „Bahnschwelle“ und „Ballast“ als Teile des endgültigen Gleises bis hin zur Wartung dieser Strecken, welche auch nach den eigentlichen Bautätigkeiten einen konstanten Cashflow bietet3,1. Ihre langjährige Erfahrung und vorzuweisenden Projekte gipfelten in dem Auftrag zum Bau der Hochgeschwindigkeitsbahntrasse zwischen Mekka und Madinah in Saudi-Arabien3.

Im Autobahnbau ist COPASA seit der Gründung aktiv und zählt diese Sparte zu ihren Kernaktivitäten3. Dabei spiegelt neben der reinen Asphalt-Strecke auch der Bau von Brücken, Viadukten und Tunneln zur erfolgreichen Verlegung der Autobahn das breite Angebotsspektrum des Unternehmens wider3. Gerade im Tunnelbau hat das Unternehmen bereits unterschiedlichste Methoden zur Bohrung entwickelt und stellt somit einen der Hauptansprechpartner für Auftraggeber dar1,3.

Durch die Übernahme von „Passavant Spanien“, heute bekannt als Pesa Medio Ambiente, hat COPASA seine Präsenz in der Sparte Wasserwerke und Wasseraufbereitung weiter ausgebaut3. Durch den Bereich Wasserwerke bedient COPASA neben Spanien auch osteuropäische und südamerikanische Länder mit der Instandhaltung von Versorgungs- und Kanalisationssystemen sowie der Ver- und Entsorgung von Trink- bzw. Abwasser in Form von Bautätigkeiten an Trinkwasseraufbereitungs- und Kläranlagen3.

Abgerundet wird das Projektportfolio in der Bautätigkeit durch die Beteiligung am Bau einer großer Hafenanlagen in Spanien und der Erweiterung eines der wichtigsten Häfen Südamerikas, den Hafen von Veracruz in Mexiko3.

Positive EBIT-Entwicklung überwiegend durch Kostenoptimierung

Ihre Umsatzerlöse konnte COPASA im Geschäftsjahr 2019 um 3,58% auf insgesamt 314,13 Mio. Euro (2018: 303,28 Mio. Euro) ausbauen, blieb allerdings knapp hinter den Erlösen von 2017 (328,58 Mio. Euro) zurück1. Hingegen konnte das Gesamtergebnis (EBT) um 7,04% zum Vorjahr verbessert werden und lag so bei 14,82 Mio. Euro (Vorjahr: 13,85 Mio. Euro)1. Dies gelang im Wesentlichen durch die Reduktion der Kosten für die Erzeugung der Baukomponenten (Materialaufwand), welche den größten Kostenblock von COPASA ausmachen und unseres Erachtens charakteristisch für die Branche des Unternehmens ist1. Hier konnten in Summe 9,40 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum eingespart werden1. Somit konnte auch das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) vor dem Hintergrund einer insgesamt besseren Kostensituation abermals eine deutliche Steigerung von 34,75% zum vorangegangenen Jahr verzeichnen und sorgten somit weiter für einen Aufwärtstrend bei der Ergebnisentwicklung1. Die Marge des EBIT liegt für das Geschäftsjahr 2019 bei 9,60% und so gelang es seit der Ergebnisveröffentlichung für das Geschäftsjahr 2017 (5,50%) eine beachtliche Steigerung von 74,55% zu präsentieren1. Die Finanzierungskosten, als absoluten Zinsaufwand dargestellt, haben im Berichtszeitraum leicht zugenommen und hielten den Zinsdeckungsgrad durch das gesteigerte EBIT konstant1. Somit deckte das EBIT 2019 die jährliche Zinsbelastung zu 153% ab (Vorjahr: 158%)1.

Die Eigenkapitalquote verbesserte sich 2019 geringfügig von 22,2% auf 22,8% bei einer um 21,0 Mio. Euro leicht auf 750,3 Mio. Euro gestiegenen Bilanzsumme1. Absolut gesehen wurde das Eigenkapital im betreffenden Zeitraum um 8,80 Mio. Euro auf 170,90 Mio. Euro angehoben1. Die Geldmittel zum Ende des Geschäftsjahres 2019 beliefen sich auf 7,55 Mio. Euro (Ende 2018: 11,44 Mio. Euro) 1.

7,00%-COPASA-Anleihe mit Laufzeit bis 2020

Die im Dezember 2014 emittierte unbesicherte und nicht nachrangige Anleihe der S.A. de Obras y Servicios, COPASA mit einem Emissionsvolumen von 30 Mio. Euro ist mit einem Zinskupon vom 7,00% p.a. (Zinstermin jährlich am 19.12.) ausgestattet und hat eine Laufzeit bis zum 19.12.20202. Die Anleihe wird mit einer Stückelung von 100.000 Euro gehandelt 2. Eine vorzeitige Rückzahlungsmöglichkeit nach Wahl der Emittentin besteht nicht2. In den Anleihebedingungen verpflichtet sich die Emittentin neben einer Ausschüttungsbeschränkung auch zu einer Schuldenbeschränkung2.

Fazit: Attraktive Bewertung

Zusammenfassend lautet unsere Einschätzung wie folgt: COPASA konnte durch die Optimierung ihrer Kostenstruktur eine ordentliche Grundlage für das Ergebniswachstum der kommenden Jahre legen. Flankiert wird dies durch eine gute Positionierung in einem weiterhin stark wachsenden Geschäftsfeld sowie das breit aufgestellten Projektportfolio. Zuzüglich des erfolgreichen Track-Records der COPASA und des anhaltenden Wachstums in Verbindung mit der Rendite in Höhe von 9,52% p.a. (auf Kursbasis von 99,00% am 28.07.2020 im Interbankenhandel bei Berechnung bis zur Endfälligkeit am 19.12.2020) wird die 7,00%-COPASA-Anleihe (WKN A1ZUAC) als „attraktiv“ (4 von 5 möglichen Sternen) eingeschätzt.

Über dieses KFM-Barometer

Analysten: Hans-Jürgen Friedrich, Vorstand und Florian Springer, Wertpapieranalyst im Auftrag der KFM Deutsche Mittelstand AG. Erstellt am 29.07.2020, 8:40 Uhr auf Basis einer Analyse der Fundamentaldaten auf Grundlage des Jahresabschlusses 2019 und des Wertpapierverkaufsprospektes vom 16.12.2014 der S.A. de Obras y Servicios, COPASA. Die Bewertung des KFM-Barometers beruht auf dem von der KFM Deutsche Mittelstand AG entwickelten Analyseverfahren KFM-Scoring, das neben den unternehmensspezifischen Bilanz-Kennzahlen auch die Eigenarten der Anleihebedingungen für verzinsliche Wertpapiere mittelständischer Unternehmen berücksichtigt.

Alle in diesem KFM-Barometer getroffenen Aussagen beziehen sich auf den Zeitpunkt der Erstellung. Obwohl eine Aktualisierung des KFM-Barometers bezüglich der hier analysierten Anleihe grundsätzlich in den kommenden zwölf Monaten geplant ist, steht zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch nicht fest, ob eine Aktualisierung im angegebenen Zeitraum oder überhaupt stattfindet.

Quellenangaben: 1Jahresabschluss 2019, 2 Wertpapierverkaufsprospekt vom 16.12.2014, 3www.copasagroup.com

KFM-Barometer als PDF-Datei zum Download

 

 

Über die KFM Deutsche Mittelstand AG

Die KFM Deutsche Mittelstand AG mit Sitz in Düsseldorf ist Experte für Mittelstandsanleihen und Initiator des Deutschen Mittelstandanleihen FONDS (WKN A1W5T2) sowie des europäischen Mittelstandsanleihen FONDS (WKN A2PF0P). Die KFM Deutsche Mittelstand AG wurde beim Großen Preis des Mittelstandes 2016 als Preisträger für das Analyseverfahren KFM-Scoring ausgezeichnet. Für ihre anlegergerechte Transparenz- und Informationspolitik wurde die KFM Deutsche Mittelstand AG von Rödl & Partner und dem Finanzen Verlag mit dem Transparenten Bullen 2020 ausgezeichnet.

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