Mittelstandsnachrichten

Geld anlegen für Anfänger

Was ist derzeit die beste Geldanlage?

Erster Grundsatz: Vertrauensbildung ist für Anfänger in der Geldanlage sehr wichtig. Sie sollten sich ein Basiswissen anlesen oder über YouTube einschlägige Kanäle anschauen, aber nicht zum schnellen Geld verdienen, sondern von vertrauensvollen Kennern der Branche. Seien Sie gerade am Anfang eher skeptisch und fragen Sie auch in den Chats in Facebook-Gruppen einfach mal nach.

Sie können mit kleinen Beträgen anfangen, sinnvoll Ihr Geld anzulegen, lieber erst mal in kleine Beträge stückeln und dann allmählich die Beträge erhöhen. Legen Sie Ihr Geld nur in Anlageformen an, die sie auch verstehen. Sie müssen nicht vermögend oder Finanzprofi sein, um Ihr Geld gewinnbringend anzulegen.

Leichter wird es, wenn Sie Ihre Überzeugungen und Interessen in Ihre Entscheidungen einfließen lassen. Ob Sie in ETFs, Fonds, Kryptowährungen oder Aktien und Anleihen investieren zum Beispiel in Themenfelder wie Nachhaltigkeit, Gesundheit oder innovative Technologien. Wenn Sie sich in Ihrer Freizeit schon mit Produkten oder Unternehmen beschäftigen, fällt Ihnen das Monitoring Ihres Investments leichter.

Wie Geldanlagen sicher aufteilen?

Handeln Sie mit Wertpapieren, gibt es keine absolute Sicherheit, das müssen Sie wissen. Aber Sie können auch das Risiko je nach Anlagetyp aufgrund der historischen Daten und selbst recherchierten Informationen besser einschätzen. Es wird generell empfohlen, die Investitionen breit zu streuen, um das Risiko des Verlustes zu minimieren. Das machen sich Fonds und ETFs zunutze, da sie viele Anleihen oder Aktien enthalten. Das minimiert die Wahrscheinlichkeit eines Totalverlustes deutlich.

Grundsätzlich empfiehlt es sich immer, einen gewissen Puffer an Erspartem schnell verfügbar zu haben, zum Beispiel für ungeplante Ausgaben wie Reparaturen, auch wenn dieses Geld dann nicht direkt in ihren Vermögensaufbau fließt. Aber so kommen Sie nicht gleich ins Schwitzen bei ungeplanten Ausgaben oder müssen gar einen Kredit aufnehmen. Einen guten Überblick über ihren Puffer haben Sie, wenn Sie dieses Geld zum Beispiel auf einem Tagesgeldkonto unterbringen oder in einem Fonds mit täglicher Verfügbarkeit.

Wie kann ich am besten Geld investieren?

Was möchten Sie mit Ihrer Investition wann erreichen? Je nachdem, welche Ziele Sie haben, können Sie eine Vielzahl von Optionen nutzen. Möchten Sie Vermögen aufbauen, für Ihre Kinder einen Sparplan aufsetzen oder haben Sie Geld übrig, aber kein bestimmtes Ziel? Auf dem Girokonto gibt es derzeit kaum Zinsen, bei viele Banken und Sparkassen droht sogar ein Verwahrgeld. Ob ihr Anlegehorizont kurz oder lang ist, spielt bei ihrer Geldanlage eine besondere Rolle.

Investitionen werden von drei grundlegenden Faktoren beeinflusst:

  • Sicherheitsbedürfnis
  • Zeitpunkt der Liquidität (bzw. Verfügbarkeit)
  • Wunsch-Rendite

Dieses „magische Dreieck“ gibt die Struktur vor, zwischen deren Eckpunkten sich fast alle Investitionen einordnen lassen. Das Prinzip dabei lautet: Je sicherer und je verfügbarer eine Geldanlage ist, desto weniger Rendite kann man erwarten (zum Beispiel Girokonto). Oder: Eine hohe Rendite bedingt in der Regel geringere Verfügbarkeit (zum Beispiel Festgeld) oder weniger Sicherheit (zum Beispiel ETFs).

Ein weiterer Punkt rückt immer mehr in den Fokus der Anleger und Aufsichtsbehörden: die Nachhaltigkeit. Sie spielt aber derzeit im Vergleich zu den anderen dreien derzeit bei vielen privaten Anlegern noch eine untergeordnete Rolle. Das ändert sich aber. Zum einen legen Investoren immer mehr Wert darauf. Zum anderen erwartet die Politik zunehmend, dass Nachhaltigkeitskriterien bei der Geldanlage beachtet werden.

Wie kann ich mein Geld besonders sicher anlegen?

Diese drei Kriterien des „magischen Dreiecks“ sind in gleichermaßen bedeutend, auch wenn Anleger beim Investment vorrangig die Faktoren Sicherheit und Rendite in den Vordergrund stellen. Die Liquidität ist ebenfalls nicht zu unterschätzen, denn Überraschungen begleiten uns regelmäßig im Alltag: Wer nicht liquide ist, der kann nicht einkaufen, seine Miete oder Kredite bezahlen, nicht reisen oder weitere Verbindlichkeiten begleichen. Daher ist es außerordentlich wichtig zu überlegen, wie lange Sie auf Ihr Geld verzichten können.

Es gibt eine Faustformel: Anleger sollten eine Summe in Höhe von zwei bis drei monatlichen Nettoeinkommen als Reserve zurücklegen. Beträge darüber hinaus können Sie dann investieren, wobei die Dauer der Geldanlage mit ihren Erfolgschancen zusammenhängt. Bei einer Anlagedauer von 12 bis 24 Monaten sprechen wir von einem kurzen Zeitraum, darüber hinaus bis zu fünf Jahren von einem mittleren Zeitraum. Von einem langen Anlagehorizont sprechen wir bei Investments darüber, zum Beispiel bis zu einer Dekade.

Je nach Zeitraum der Geldanlage kann man verschiedene Anlageklassen wählen: Wer beispielsweise in Aktien – einer schwankungsanfälligen Geldanlage – anlegen will, sollte sein Geld für einen langen Zeithorizont nicht unbedingt benötigen. Denn über längere Zeiträume gleichen sich negative Kursentwicklungen aus, und man läuft nicht Gefahr, ausgerechnet in einem Börsentief aussteigen zu müssen, das den Anlageerfolg zunichtemacht.

Deshalb hängt Ihr Erfolg beim Geld anlegen eben auch von der Anlagedauer ab.

Sie sollten sich auch fragen: Wer bin ich? Ein Sparer oder ein Genießer? Wie viel Geld möchte ich konsumieren und welche Summen möchte ich anlegen? Verschaffen Sie sich einen Überblick über Ihre Vermögensverhältnisse, um den Betrag zu errechnen, auf den Sie für einen Zeitraum verzichten können, da Sie ihn nicht für Ihren Lebensunterhalt benötigen.

Das Volumen Ihres Anlagebetrages ist entscheidend für die erfolgreiche Suche nach den passenden Produkten, um Ihr Geld anzulegen. Beispielsweise gibt es für einige Produkte Mindestanlagesummen zu beachten, für Anlageformen wie Festgelder oder Sparbriefe. Mitunter hängen auch gute Konditionen der Angebote von dem Anlagevolumen und Zeithorizont ab.

Welche Form der Geldanlage Sie auch wählen, sie sollte gut überlegt sein. Schauen Sie sich immer alle Konditionen genau an, wenn es darum geht, zum Beispiel einen Vertrag abzuschließen. Auch spielen laufende Kosten und Gebühren eine Rolle.

Wie kann ich Geld mit Rendite so anlegen, dass ich kurzfristig darauf zugreifen kann?

Mit Aktien investieren Sie Ihr Geld direkt in ein Unternehmen. Anleihen hingegen sind wie ein Kredit, den Sie einem Unternehmen oder dem Staat geben. Eine Geldanlage kann sich für Sie lohnen, wenn sich Kurse positiv entwickeln. Es besteht aber auch immer ein Verlustrisiko, das sollten Sie bei aller Euphorie beachten. Auf Basis guter Information kann sich der Kauf von Aktien natürlich auch für Anfänger lohnen – aber Sie sollten nie überstürzt handeln und sich vorher bei vertrauenswürdigen Stellen bzw. Experten genau informieren, bevor Sie investieren.

Fonds und ETFs sind eine Sammlung von Aktien, Anleihen, Rohstoffen oder Immobilien, in die Sie ihr Geld investieren können. Wenn Sie in Fonds oder ETFs investieren, gehen Sie ein geringeres Verlustrisiko ein, weil die Risikostreuung immer höher ist als beispielsweise bei nur einer Aktie. Denn wahrscheinlich verlieren nicht alle Aktien in ihrem Fonds gleichzeitig an Wert – je höher die Streuung im Fonds oder ETF ist, desto besser. ETFs (passiv gemanagte Fonds) sind gerade beim Geldanlegen für Anfänger interessant, da sie auch kleinere Beträge investieren können.

Anders hingegen ist es, wenn man sich für einen sogenannten Rentenfonds entscheidet. Rentenfonds, auch Anleihefonds genannt, sind eine gute Alternative für sicherheitsorientierte Anleger, die kein hohes Risiko eingehen wollen. Der Anleger investiert hier in sogenannte festverzinste Wertpapiere, die von Unternehmen, Staaten und Ländern ausgegeben werden. Dabei handelt es sich um Schuldverschreibungen. Mit dem Geld will der Herausgeber Ausgaben bezahlen oder auch Investitionen und Projekte realisieren.

Als Einstieg in den Wertpapierhandel können ETFs eine gute Option sein. Aber auch bei Fonds und ETFs muss ein Verlustrisiko eingeplant werden – wie bei allen Formen des Wertpapierhandels, ist die historische Betrachtung oft ein Indiz für das erfolgreiche Management von Fonds. Interessant sind auch sogenannte Mischfonds. Hier wird das investierte Geld in Aktien wie auch in Anleihen gesteckt.

Was ist besser: Geld ersparen oder investieren?

Befasst man sich mit diversen Prognosen, so darf sich der Sparer auf keine rosige Zukunft freuen – noch gibt es keinerlei Hinweise, dass die Europäische Zentralbank ihren Weg verlassen und einen neuen Kurs einschlagen wird. Banken und Sparkassen verzinsen das Sparguthaben inzwischen in weiten Teilen nicht mehr, ganz im Gegenteil, sie erheben sogenannte Verwahrgelder, die auch für mittlere Spareinlagen ein paar hundert Euro pro Jahr betragen können. Es läuft auf eine kalte Enteignung hinaus, wenn sie nicht über Alternativen nachdenken.

Will man also gewinnbringend investieren, so braucht es Alternativen.

Hier stehen etwa:

  • Anleihen,
  • Aktien oder eben
  • Fonds zur Verfügung.

Doch viele Menschen trauen sich einfach nicht, Geld in derartige Alternativen zu investieren. Sie haben nicht nur einen großen Respekt vor der Börse und den damit in Verbindung stehenden Anlagen, sondern auch Angst, ihr gesamtes Vermögen zu verlieren.

Doch das Geld wird nur weniger, wenn es als Tages- oder Festgeld oder gar auf dem Sparbuch oder Girokonto geparkt wird. Befasst man sich nicht mit den durchaus attraktiven Alternativen, so lässt man sich ausgesprochen große Gewinnmöglichkeiten entgehen.

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